Dorfkirche Lübnitz

Dorfkirche Lübnitz. Staffelung von Südost.
Dorfkirche Lübnitz. Staffelung von Südost.

Der Ortsname Lübnitz, abgeleitet von “lieb”, gehört zu den “werbenden” Ortsnamen, mit denen man in der Besiedlungsphase weitere Kolonisten anlocken wollte. Die Dorfkirche Lübnitz ist ein im Fläming weit verbreiteter Typus. In die dreiteilig ausgeführte Anlage wurde 100 Jahre später – unter Verkürzung des Schiffes und Vermauerung der ersten beiden Fenster im Westen – ein Westturm von Schiffsbreite eingefügt. Das kann man gut an den durchlaufenden Lagen sauber gequaderter Feldsteine über das komplette Schiff bis zum Westen erkennen. Die Tür- und die meisten Fensteröffnungen – bis auf die der Apsis – wurden in späterer Zeit verändert.

Dorfkirche Lübnitz Westriegel ohne Portal.
Westriegel aus kaum behauenen Feldsteinen ohne Portal.
Dorfkirche Lübnitz. Kunstvoll verzierte Gemeindepforte in der Südwand des Schiffes.
Kunstvoll verzierte Gemeindepforte in der Südwand des Schiffes.
Dorfkirche Lübnitz. Ansicht von Nordost mit Sakristei.
Dorfkirche Lübnitz. Ansicht von Nordost mit Sakristei.
Dorfkirche Lübnitz. Zugesetzte Gemeindepforte in der Nordwand des Schiffes.
Zugesetzte Gemeindepforte in der Nordwand des Schiffes.
Dorfkirche Lübnitz. Apsis und Chor mit Priesterpforte. Ansicht von Süden.
Apsis und Chor mit Priesterpforte. Ansicht von Süden.

Zur Zeit der Gotik, wohl zeitgleich mit dem Turm, baute man an der Nordseite des Chors eine gewölbte Sakristei an, die nur von innen zugänglich war und die man später als Gruftkapelle nutzte. Durch die jahrhundertelange Abgeschiedenheit dieses Raums hat sich in seinem Dachraum ein originales Chorfenster erhalten. Die dendrochronologische Untersuchung seines Holzrahmens ergab ein Einbaudatum von 1208 (+-10 Jahre), ein höchst wichtiger Befund für die Datierung der Kirchen im Fläming. Im Innern hat sich noch der Triumphbogen aus der Entstehungszeit erhalten. Bei der letzten Restaurierung fand man an der Westwand des Kirchenschiffs und in der Apsis mittelalterliche Weihekreuze. Der Rest der Ausstattung inklusive der “Höllenszene” im Chor stammt aus dem Barock.

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Adresse

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keine


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Kirche Lübnitz